Cardiologicum Hamburg

Leistungsspektrum

Kardiologie - Herzkatheter

Eine Herzkatheteruntersuchung wird benötigt um Verengungen, Verstopfungen oder angeborene Anomalien der Herzkranzgefäße festzustellen. Auch bei Herzklappenerkrankungen hilft die Untersuchung, deren Schweregrad und die Operationsbedürftigkeit abzuklären.

Die Herzkatheteruntersuchung ist ein relativ kleiner Eingriff, den wir ambulant in einem unserer Herzkatheterlabore in der Asklepios Klinik Wandsbek oder im Universitären Herzzentrum Hamburg durchführen. Die Untersuchung dauert ca. 20 Minuten, anschließend verbleiben Sie zur Überwachung noch ca. 4 Stunden im Herzkatheterbereich und können dann wieder nach Hause gehen.

Wir führen die Herzkatheteruntersuchung auch über das Handgelenk durch. Üblicherweise erfolgt der Zugang über die Leiste - der Zugang über das Handgelenk bringt jedoch weniger örtliche Komplikationen mit sich, wie wissenschaftliche Studien gezeigt haben. Außerdem ist der erforderliche Druckverband am Arm für den Patienten angenehmer als in der Leiste.

Die Untersuchung wird in örtlicher Betäubung durchgeführt und ist in der Regel kaum schmerzhaft. Sie liegen dabei mit freier Leiste oder freiem Handgelenk auf dem Rücken auf einer Röntgenliege. Durch die Schlagader in der Leiste, am Handgelenk oder Ellenbogen wird nach einer kleinen örtlichen Betäubung ein ca. 10 cm langer und 1,5 mm dicker Plastikschlauch mit Ventil (die sog. Schleuse) eingeführt. Durch diese Schleuse werden dann die noch dünneren Katheter (das sind 1 m lange vorgeformte Plastikschläuche) zum Herzen vorgeführt. Dort wird ein Kontrastmittel in die Kranzgefäße oder Herzkammer gespritzt, und dadurch der Blutfluß unter Röntgendurchleuchtung auf einem Monitor sichtbar gemacht. Das gibt Auskunft über Veränderungen der Herzkranzgefäße, wie beispielsweise Verengungen oder Verstopfungen. Da in den Schlagadern, durch die der Katheter zum Herzen vorgeführt wird, keine Nerven verlaufen, spüren Sie von dieser Untersuchung normalerweise nichts.



Behandlung je nach Diagnose

Nach der Untersuchung kann der Arzt in aller Regel sagen, welche Behandlung die beste für Sie ist. Je nach Befund würde man entweder mit Medikamenten behandeln, eine Ballonerweiterung mit evtl. Stentimplantation oder eine Bypass-Operation durchführen.

Eine Ballondehnung kann in der Regel gleich anschließend im selben Eingriff durchgeführt werden, denn sie wird durch den Katheter gemacht, der ja bereits eingeführt ist. Nur bei einer Ballondehnung mit evtl. Stentimplantation der Herzkranzgefäße müssen Sie eine Nacht im Überwachungsbereich unseres Labors verbleiben.

Ist eine Bypass-Operation erforderlich, veranlassen wir alle nötigen Voruntersuchungen und übernehmen die Organisation der Operation. Sie und Ihr Hausarzt brauchen sich darum nicht zu kümmern.



Nach der Untersuchung dürfen Sie schnell wieder nach Hause

Nach Beendigung der Herzkatheteruntersuchung wird der Plastikschlauch aus Leiste oder Handgelenk wieder entfernt und das kleine Loch in der Schlagader durch einen Druckverband oder einen Gefäßkleber o.ä. verschlossen. Sie müssen zunächst noch eine Weile liegen und dürfen dann mit dem Druckverband aufstehen und die restliche Zeit im Wartebereich sitzen. Wenn wir sicher sind, dass es zu keiner Nachblutung mehr kommt, können Sie nach Hause gehen (in der Regel ca. 4 Stunden nach der Untersuchung).

Am nächsten Morgen erfolgt eine erneute Kontrolle der Punktionsstelle an Leiste oder Handgelenk in unseren Praxen und eine Besprechung der evtl. erforderlichen weiteren Maßnahmen. Den Befund für Ihren Hausarzt bekommen Sie direkt nach der Herzkatheteruntersuchung gleich mit.