EKG-Cardiologicum-Hamburg

Bluthochdruck ist eine Volkserkrankung. nach Schätzungen sind in Deutschland mehr als 12 Millionen Menschen davon betroffen. Da der Bluthochdruck das Risiko für Schlaganfälle und Herzinfarkte deutlich erhöht, ist eine gute Behandlung unabdingbar. Neben der Vorsorge und Allgemeinmaßnahmen (Gewichtsreduktion, körperliche Aktivität, Rauchentwöhnung) sind häufig Medikamente notwendig.

Doch auch unter medikamentöser Behandlung kann häufig keine zufrieden stellende Blutdrucksenkung erreicht werden. Betroffene Patienten nehmen dann häufig eine Vielzahl von verschiedenen „Blutdrucksenkern“, die mit ihren möglichen Nebenwirkungen die Behandlung sogar eher gefährden können.

Bei bestimmten Formen des Bluthochdrucks besteht die Möglichkeit einer minimal invasiven Behandlung, der renalen Sympatikus Denervation. Hierbei werden feinste Nervengeflechte, die um die Nierenschlagader verlaufen durch Stromimpulse verödet. Bei diesen Nervengeflechten handelt es sich um sympathische Nervenfasern, die für die Ausschüttung Blutdruck-steigernder Hormone verantwortlich sind.

Über ein Blutgefäß in der Leiste wird ein Katheter bis in die Nierenschlagader vorgeschoben. Der Katheter hat eine so genannte Elektrodenspitze, die mit ihrer Energie die Nervenfasern unterbrechen kann. Es werden nacheinander beide Nierenschlagadern behandelt. Der Eingriff dauert etwa 45 bis 60 Minuten und ist sehr risikoarm. In einem Vorgespräch besprechen wir ausführlich das Behandlungsverfahren und veranlassen, falls erforderlich, noch weitere Untersuchungen.